Anmessung Kompressionsstrümpfe

Hat Ihnen der Arzt einen Kompressionsstrum/Stützstrumpf verschrieben? Oder möchten Sie auf eigenen Wunsch einen Kompressionsstrum/Stützstrumpf?
Kommen Sie bei uns vorbei. Wir beraten Sie gerne!

 Wichtig zu wissen :

  • Weil die Beine im Laufe des Tages anschwellen, sollten Sie vorzugsweise am Vormittag vorbeikommen, damit wir die richtigen Masse nehmen können.
  • Am Besten holen Sie Ihren Strumpf wieder an einem Vormittag ab, damit wir hier gleich überprüfen können, ob dieser gut sitzt.
  • Wir zeigen Ihnen Tipps und Tricks wie der Strumpf am einfachsten gehandhabt wird.
  • Bei Fragen oder Unsicherheiten stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

 

 

 

 

Die Prinzipien der Kompressionstherapie

Konzept

Das Konzept der Kompressionstherapie beruht auf einem einfachen und effizienten mechanischen Prinzip: der Applikation eines elastischen Textils. Durch die Kompression der Extremität mit graduierter Kompression – höchster Druck im Knöchelbereich und abnehmender Druck nach proximal – unterstützt der Kompressionsstrumpf den venösen Rückfluss, reduziert den venösen Druck, verhindert effizient venöse Stase und die Schädigung der Venenwand und reduziert so venöse Beinbeschwerden wie Schweregefühl und Schmerzen. Die Kompressionstherapie wird in der Regel von einem Arzt bei folgenden Krankheiten verordnet:

  • Venenentzündung
  • Thrombose
  • Krampfadern
  • Nachbehandlung von Venenoperationen
  • Sklerotherapie und allen anderen Formen der Krampfadernbehandlung
  • Chronische Venöse Insuffiziens (CVI)
  • Bei allen venös bedingten Beinbeschwerden (z.B. schwere Beine, Schwellungsgefühlt, Schmerzen)

    Weitere Indikationen sind:

    • Venöse Beinbeschwerden oder Krampfadern in der Schwangerschaft
    • Thrombosenprophylaxe und Vorbeugung von Schwellung und Stauung auf Fernreisen
    • Lymph- und Lipödem

    Wenn keine Gegenanzeigen wie z.B. eine ausgeprägte arterielle Durchblutungsstörung bestehen, können Kompressionsstrümpfe im niedrigeren Druckbereich auch ohne ärztliche Verordnung eingesetzt werden. Abhängig von Art und Ausdehnung der Veränderungen kann die Kompressionstherapie mit Wadenstrümpfen, Schenkelstrümpfen, Strumpfhosen, Socken oder Bandagen durchgeführt werden. Die aktuellen neuen Fasern und Designs von SIGVARIS Kompressionsstrümpfen machen die Behandlung einfacher und effizienter.

    Prinzipien

    1. Das Prinzip der Kompressionstherapie basiert auf der Applikation eines kontrollierten Drucks  auf das Bein oder den Arm. Die Einheit des Drucks ist Millimeter Quecksilbersäule (mmHg) oder Hektopascal (hPa). 1 mmHg = 1,33 hPa.
    2. Der Druck wird durch ein appliziertes Textil, Bandage oder Strumpf erzeugt. Strümpfe und Bandagen sind Medizinprodukte. Sie werden nach festgelegten Normen mit strikten Anforderungen hergestellt. [Action of compression on the leg] 
    3. Die Kompressionstherapie wirkt mechanisch. Sie nutzt das Prinzip der Hysterese. Diese ist durch die Relation von Kraft und Dehnung des elastischen Materials definiert. Die Druckübertragung auf das Gefässsystem ist indirekt.
    4. Die Kompressionstherapie wirkt dabei dem pathologisch erhöhten Venendruck entgegen.
    5. Der Anpressdruck ist im Knöchelbereich am höchsten. Der Kompressionstrumpf komprimiert dort am stärksten wo auch der venöse Druck am höchsten ist: am distalen Unterschenkel.
    6. Der Druckverlauf ist degressiv. Der intravenöse Druck fällt in aufrechter Körperposition von distal nach proximal ab. Damit muss auch der Druck des Kompressionsstrumpfes von distal nach proximal abfallen, um einen ungehinderten venösen Abstrom zu garantieren.
    7. Der Druck wird bestimmt durch   
      - die elastische Rückstellkraft des Kompressionsmaterial 
      - die Form des Beines. Der Druck, der vom Kompressionsmaterial auf das Bein ausgeübt wird, hängt von der Krümmung der lokalen Oberfläche (Laplace-Gesetz) ab und ist umgekehrt proportional zum Radius der Krümmung. Somit übt der Strumpf einen höheren lokalen Druck auf Knochenvorsprünge oder die Achillessehne aus, während über planen Flächen wie dem Fussrücken nur niedrige Drucke wirken. Zwischen Knöchel und Achillessehne (Bisgaard´sche Kulisse) wird praktisch kein Druck ausgeübt.

    Wirkung

     Hämodynamische Wirkung

    • Beschleunigung des venösen Blutflusses
    • Abnahme des venösen Blutvolumens
    • Reduktion des pathologischen Refluxes in erkrankten, oberflächlichen un / oder tiefen Venen
    • Unterstützung der venösen Pumpmechanismen (Waden-Muskelpumpe)
    • Reduktion des pathologisch erhöhten Venendrucks

    Wirkung auf das Gewebe

    • Erhöhung des Drucks in Haut und Fettgewebe und damit Reduktion der Ödementstehung
    • Reduktion eins bereits pathologisch erhöten Wassergehalts (Ödem)
    • Verbessert Abtransport von Schlackenstoffen
    • Antientzündliche Wirkung
    • Erhaltung und Förderung reparativer Prozesse

     




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